….und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. (Hermann Hesse, Stufen)
Ende Dezember gab es am Steinbacherhof große Aufregung und Vorfreude! Unsere Vorweihnachtsüberraschung hat sich da nämlich auf den Weg gemacht und wir waren fleißig am Vorbereiten und Herrichten.
Begonnen hat alles mit Penelopes Wunsch nach einer etwas größeren Herde – wie sie es von früher kannte, aus Spanien, als sie sich um die Fohlen kümmerte. Als es ihr im Sommer mit ihrer Hufrehe so schlecht ging habe ich ihr versprochen, wenn sie wieder richtig laufen kann suche ich jemand passenden für sie dazu. Und siehe da, sie galoppiert wieder.
Leni, unsere neue Teamverstärkung, die uns helfen wird, die lange Warteliste auf einen Therapieplatz zu verkürzen, ist dann am 17. Dezember bei uns angekommen! Für den Job in der Therapie ist sie ganz besonders ausgerüstet: in ihrer Vaterlinie war der Vater meiner ersten Stute Cindy, Mitbegründerin des Steinbacherhofs vor fast 25 Jahren und mein Lebenspferd über 33 Jahre lang.
Sie hat sich mittlerweile wunderbar integriert, als wär sie schon immer bei uns! Penelope ist sehr angetan und steht lieber bei ihr als noch Heu zu suchen. Es gab nur sehr wenig Wiehern und kaum Gequietsche, wobei Poca schon eifersüchtig darüber wacht, dass Bona bei ihr bleibt.
Leni ist 14 Jahre alt, war als Zuchtstute im Einsatz und ist seehr entspannt. Ob Poca ihr mit angelegten Ohren erklärt, dass Bona zu ihr gehört, der unbekannte Heusack seltsam raschelt oder in der Halle tausend bunte Dinge im Weg liegen oder an der Wand hängen – Leni nimmt’s gelassen und macht ihr Ding. Frei dackelt sie mir schon nach, als wär sie schon immer hier gewesen.
Sooo, und weil eine gute Nachricht nie alleine kommt, jetzt die große zweite Überraschung: in ihrem Bauch (der schon ganz schön mächtig war als sie angekommen ist) hat sie ein Fohlen getragen! So ist unsere obere Herde dann komplett und zu fünft, Penelope kann wieder auf ein Fohlen aufpassen (wenn Leni sie lässt) und es kommt Bewegung in die Gruppe.
Am 26 Jänner war es dann so weit: Leni hat ihren Sohnemann zur Welt gebracht und wir durften den lieben Aladin herzlichst am Steinbacherhof willkommen heißen! Alles ist wunderbar gelaufen, Mama und Kind sind wohlauf und der Kleine ist ein echter Herzensbrecher…neues Leben, Geschenk und Freude, Licht und Liebe haben eine Gestalt angenommen. Was für ein Wunder. Was für ein Segen.
Seitdem schauen unsere Tage grad ungefähr so aus:
Leni und Aladin bewundern. In der Halle trainieren, misten, füttern. Aladin bewundern. Steuersachen machen, essen, füttern. Aladin und Leni bewundern. Heulieferung, aufräumen, Kleintierställe misten. Aladin und Leni bewundern. Auf der Koppel und im Waldtrail Pferde bewegen, füttern, weiter Steuersachen machen. Telefonate und Einreichungen. Treffen mit Mitarbeiter:innen. Füttern, misten, noch bisl mit Aladin in der Box spielen, damit Leni in Ruhe fressen kann. Den Pferden geht’s genauso- in deren Blicke spürt man die selbe Bewunderung und ganz viel Liebe!
Wenn du Leni & Aladin bei ihrem weiteren Hineinwachsen in unsere Herde und in die therapeutische Arbeit unterstützen möchtest: die beiden haben noch keine Pat:innen!
Doris